Sie sind mit einer Pfändung/Abtretung konfrontiert?

Die Pensionsbeträge können bis zu einem gewissen Umfang für eine Pfändung oder Abtretung in Betracht kommen.

Die Grenzbeträge für das Jahr 2018 sind wie folgt festgelegt:

  • Der Anteil der Pensionen, der höher ist als € 1 432,00 netto pro Monat, kann bis zum gesamten Betrag gepfändet oder abgetreten werden.
  • Der Anteil der Pensionen, der höher ist als € 1 187,01 jedoch nicht mehr als € 1 432,00 beträgt, kann bis zu 2/5 des Betrags gepfändet oder abgetreten werden.
  • Der Anteil der Pensionen, der höher ist als € 1 105,01 jedoch nicht mehr als € 1 187,00 beträgt, kann bis zu 1/5 des Betrags gepfändet oder abgetreten werden.
  • Der Anteil der Pensionen, der nicht mehr als € 1 105,00 beträgt, kann nicht gepfändet oder abgetreten werden.

Falls es eine oder mehrere Kinder zu Lasten gibt, werden die oben genannten Beträge um € 68,00 pro Kind erhöht.

Grundsätzlich kommt der Gesamtbetrag der Pensionen, Renten, Gehälter, ... für die Bestimmung der Pfändung oder Abtretung in Betracht.

Die oben genannten Beträge sind nicht an die Entwicklung des Index gekoppelt und werden jährlich festgelegt.

Königlicher Erlass vom 17/12/2017 zur Ausführung von Artikel 1409 Absatz 2 des Gerichtsgesetzbuches

Ausnahme im Falle der Unterhaltspflicht

Im Falle der Unterhaltspflicht (z.B. bei einer Scheidung) gelten diese Grenzen nicht In diesem Fall kann der Gesamtbetrag für Pfändungen oder Abtretungen in Betracht kommen.